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Liebe Wildnisleute,

                                                                                                   Dezember 2011

 

 

wir wünschen Euch mit diesem Newsletter eine wunderschöne Winter- und Rauhnachtzeit. Vielleicht erscheint Euch der erste Punkt zur Qualität der Zeit heute etwas lang, aber es gibt so viel über diese besondere Zeit und die alten Bräuche zu sagen, dass wir es so schon kurz gehalten haben.

 

Lest einfach so weit, wie es gerade passt und nehmt dann das nächste Häppchen zu einer anderen Zeit.

 

Viel Freude und Gelassenheit wünschen wir Euch über die Weihnachtstage

 

und Glück und Gesundheit für das bald schon beginnende neue Jahr,

 

herzliche Grüße

 

Judith, Myriam und Jörg

 

 

1. Die Qualität der Zeit

 

Das Wetter ist an vielen Tagen nun im Dezember sehr herbstlich gewesen. Das überdeckt etwas das Thema dieser Zeit im Jahreskreis, in dem wir uns auf die Wintersonnwende zu bewegen.

Die Zeit seit Samhain (am 2.11.), das Fest, das die dunkle Jahreszeit einläutet, ist wie im Flug vergangen und schon befinden wir uns am dunkelsten Punkt im Jahr. Am 21.12. werden wir die längste Nacht und den kürzesten Tag erleben.

 

Unser Weihnachtsfest, sowie viele Bräuche darum herum, richten sich auf das Dunkel und Licht Thema aus. Vor allem aus den nordischen Ländern gibt es viele Überlieferungen von Festen, die ausschweifend und feucht-fröhlich über die Ende Dezember fast unerträglich empfundene Dunkelheit hinweg helfen sollen. Heute noch zünden wir viele Kerzen in der Adventszeit an und zu Weihnachten gehört viel und oft schon schrille Illumination. Der 21.12. ist auch das Fest, das die Wiedergeburt des Lichtes feiert.

 

In alten matriarchalen Überlieferungen sehen wir jedoch mehr den dunklen Aspekt im Mittelpunkt der Feiern. Während im November das Thema Übergang in die Anderswelt und die Ahnen einen großen Raum im Jahreskreisfest einnimmt, ist im Dezember nun alles abgeschlossen. In den letzten Jahren hatten wir ja auch einige Male Schnee zu Weihnachten, der uns noch mehr zeigt, dass in der Natur alles ruht. Die Pflanzen haben ihre Versorgung auf ein Minimum runter gefahren, vielleicht beneiden wir die Tiere, die im Winterschlaf sind. Für uns Menschen ist es eine Zeit, die mit Ruhe, Stille und gleichzeitiger Wachsamkeit zu tun hat. Es geht darum, in dieser Stille aufmerksam für den noch nicht sichtbaren Neubeginn zu sein, so wie die keltische Göttin Morigan unter der Erde, im Verborgenen den Brei im Kessel für das nächste Jahr anrührt.

 

Wohl gehen unsere Wunschzettel zu Weihnachten auf eine alte Tradition des Wünschens in diesem Jahreskreisfest zurück, doch wird in dieser Zeit nichts entschieden, nichts getan oder gezogen. Wir sollen mit der Zähen Dunkelheit einfach sein. Es gibt noch nicht einmal etwas zu verstehen. Es ist die Ruhephase des Jahres, die doch wach erlebt werden soll. So wie das Dunkel, das vor aller Entstehung war und alle Möglichkeiten enthält.

 

Auch unsere Weihnachtsplätzchen und –stollen sind noch Relikte aus einer Zeit, in der es in den Rauhnächten noch Brauch war, sich nicht mit den weltlichen Dingen wie kochen, backen, waschen zu beschäftigen, sondern sich ganz in die Stille zu versenken, die Antworten und Klarheiten bringt, die wir vielleicht noch nicht einmal erfragt haben.

 

In der indianischen Tradition der Mohawks auf dem Nachbarkontinent gibt es eine verblüffend ähnliche Tradition zu unseren Rauhnächten, die im Januar gefeiert wird. Dort sitzt man 9 Tage zusammen, um sich dem zu widmen, was im eigenen Leben Verbindung geschaffen und die eigenen Gaben im Leben zum Vorschein gebracht hat. 9 Tage um herauszufinden, welche Handlungsweisen dienlich und nicht dienlich sind und wo es im nächsten Jahr weiter gehen soll.

 

Bei uns findet diese Innenschau in der Rauhnächte Zeit statt, die plus-minus am 21.12. beginnen. Für die Rauhnächte ist vor allem noch überliefert, dass unsere Träume in den 13 Rauhnächten eine besondere Bedeutung für das kommende Jahr haben sollen. Wir raten Euch diese aufzuschreiben!

 

Ich könnte noch viel mehr zu dieser Jahreszeit schreiben. Aber das sprengt wohl den Rahmen des Newsletters.

 

Wir wünschen Euch nun eine wunderschöne, gemütliche, dunkle und kuschelige WinterSonnWendZeit. Und vor allem wünschen wir Euch eine schöne Geschichten-Zeit: Geschichten von früher, über Eure Lieblingsplätze in der Natur in eurer Kindheit, eure Lieblingstiere und –pflanzen, was für Euch ganz individuell und speziell war und immer noch ist, und vielleicht habt Ihr ja noch jemanden in der Familie, der Euch etwas von früher erzählen kann…

 

2. Ein traditionelles Weihnachtsgebäck – Nussmonde

 

Wenn ich meine Tante Rosl nach dem Rezept ihrer leckeren Nussmonde frage, dann sagt sie immer: Du nimmst einfach von allem gleich viel.

 

Das finde ich ein schönes, ausgeglichenes Rezept, das ich mit Euch teilen möchte:

 

200 g Nüsse (gemahlen)

200 g Butter

200 g Mehl

200 g Zucker

 

Noch etwas Vanille dazu, alles zu einem Mürbeteig verkneten, und dann Monde ausstechen. Die Monde werden, wenn sie kalt sind mit einem Zitronensaft-Puderzucker-Guß bestrichen.

 

Als Kind habe ich diese besonders gerne gegessen!

 

Viel Spaß beim Backen.

 

3. Vorschau auf das Programm 2012

 

Unser Programm 2012 könnt Ihr unter

www.wildnisschule.de

 

herunterladen.

 

Wenn Ihr Programme in Eurer Gegend in Bio-Läden, Büchereien oder an anderen guten Stellen auslegen wollt, dann schickt uns Eure Adresse zu und wie viele Programme Ihr haben wollt.

 

In ein paar Tagen werden wir das frische, neue Programm erhalten. Juchhuh.

 

Die, die im letzten Jahr das Programm per Post erhalten haben, werden es dieses Jahr genauso zugesendet bekommen. Es sei denn Ihr schreibt uns, dass Ihr das nicht mehr möchtet.

 

Vielen Dank schon im Voraus fürs Verteilen!!!

 

 

4. Vorankündigungen

 

Coyote Mentoring I: 10.-12.02.2012

Coyote Mentoring II: 09.-11.03.2012

Council und Naturverbindung- authentische Kommunikation von Herzen: 09.-11.03.2012

Wildnis-Rucksacktour: 23.-25.03.2012

 

Beginn der Weiterbildung

Blütenzauber und Grüne Gefährten - Kräuterpädagogik: 04.-06.05.2012

 

Beginn der Weiterbildung

Wildnis Wege – Wege der Friedensstifter Traditon: 17.-20.05.2012

 

 

Schaut mal durch das Programm durch, wir bieten wieder neue Kurse an!

 

 

Wir wünschen Euch eine besinnliche Winterzeit

 

Herzliche Grüße

 

Judith, Myriam und Jörg

Das Programm 2012

HIER herunterladen!

aktuelle Kurse

Geschichten Zeit - Council Abende

jeden 2. Dienstag ab 24.4.

 

Weiterbildung: Übergänge in der Natur begleiten

10.-13.05.

 

Eltern-Kind-Camp

11.-13.5. + 27.-29.7.

 

Basiskurs Vogelsprache

15.-17.06.

 

Die Wolfsfrau

26.-29.07.

 

Visionssuche für Frauen in Süd-Schweden

06.-17.8.12

Weiterbildung Kräuterpädagogik

Weiterbildung Wildnis Wege

Natur- und Wildnispädagogik

Beginn der nächsten Wildnispädagogik

23.-25.03.2012

(ausgebucht)